Aus dem Sanella-Album Australien Neuseeland

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Gletscher und Papageien

Als wir nach Wellington zurückkommen, liegt für uns bei Freddys Eltern ein Telegramm aus Green Gate: "Erwarte euch in zwei Wochen zurück - Vater." Wenn wir von der Südinsel noch etwas sehen wollen, dann müssen wir uns beeilen. Nach einem netten Abschiedsabend mit Freddy fliegen wir morgens über Christchurch nach Dunedin. In Christchurch, der größten Stadt der Südinsel, macht die Maschine eine Zwischenlandung. Zwei Dinge haben Christchurch in Neuseeland berühmt gemacht: die gotische Kathedrale im Mittelpunkt der Stadt und der Hafen Lyttelton, der in einem großen, ertrunkenen Krater liegt. Von diesem Hafen aus gehen die Erzeugnisse des Landes in alle Welt: Wolle, Gefrierfleisch, Butter, Käse, Häute und vieles andere mehr.Zwei Stunden später landen wir in Dunedin, einer Stadt von rund 7o ooo Einwohnern, von denen 95 Prozent schottischer Abstammung sind. Aber wir halten uns nicht auf. Wir wollen keine Städte sehen, sondern das Land, Berge, Gletscher, Seen. - Stumm stehen wir beide am Fuß des Mount Cook. Zwei Tage haben wir gebraucht, um mit der Bahn, mit dem Autobus und zu Fuß von Dunedin hierherzukommen. Aber ich würde auch zwei Wochen reisen, um diesen gewaltigen, schneebedeckten Bergriesen anschauen zu können! Auf jeder Landkarte steht, daß der Mount Cook 3764 Meter hoch ist. Aber wie stolz und mächtig so ein Berg mit seinen schroffen Hängen und blendend weißen Schneefeldern aussieht, das habe ich mir im heißen, staubigen Green Gate nicht vorstellen können! Klaus hat mir auf unserem Weg über den Tasman=Gletscher viel vom Hochgebirge in Deutschland erzählt. Er ist auf der Zugspitze gewesen, auf dem Nebelhorn und dem Hochvogel.

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